04. Juni 2021

Umfangreiche Studie zur Versorgungslage bei ungewollter Schwangerschaft gestartet

Sechs Standorte werden bundesweit wissenschaftlich basierte Erkenntnisse zu maßgeblichen Einflussfaktoren auf das Erleben einer ungewollten Schwangerschaft und zu den Versorgungsbedarfen betroffener Frauen generieren.

Die Forschungsansätze hierzu sind unterschiedlich. Es werden Daten über die sozialen und gesundheitlichen Belastungen und Ressourcen von Frauen erhoben, die eine ungewollte Schwangerschaft austragen oder abbrechen. Dabei werden in Teilprojekten spezifische Gruppen mit besonderen Risiken bei ungewollter Schwangerschaft einbezogen, wie Frauen mit psychischen Belastungen, traumatisierte Frauen, Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrungen oder Frauen in Gewaltbeziehungen. Dazu werden wir u.a. Interviews führen und Online-Fragebögen einsetzen.

Ein wichtiger Forschungsteil befasst sich außerdem mit der medizinischen Versorgungssituation in Deutschland. Wir werden die Verfügbarkeit, Inanspruchnahme und Wirksamkeit von Angeboten aus der Sicht von betroffenen Frauen. Ärztinnen und Arzten und anderen Fachkräften analysieren. Zudem werden wir für diesen Bereich erstmalig bundesweite Strukturdaten der Versorgung wissenschaftlich erfassen.
Zielsetzung der umfangreichen Studie ist es, eine wichtige Lücke in der Versorgungsforschung zu schließen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen schlussendlich von Institutionen und Einrichtungen genutzt werden, um die Unterstutzungs- und Versorgungsangebote für Frauen mit ungewollten Schwangerschaften zu verbessern.

Wir benötigen Ihre Unterstützung!

Die ELSA-Studie ist auf die Unterstützung und Offenheit von praktizierenden Gynäkologinnen und Gynäkologen angewiesen! Wir sind auf der Suche nach betroffenen Patientinnen, die bereit sind, an der Befragung (online. persönlich) zu ihrer Lebenssituation und ihrem Erleben der Versorgung teilzunehmen. Wir freuen wir uns außerdem über Arztinnen und Ärzte, die bereit sind, Auskunft über ihre Sicht auf die Prozesse der Versorgung bei ungewollter Schwangerschaft zu geben 

Quelle: Hochschule Fulda